Beispiel für eine Nexus-Lösung: Lagerverwaltung mit Funkterminals

Von einem mittelständischen Hersteller von Büromöbeln erhielten wir den Auftrag für die IT-Organisation des Rohwarenlagers. Eine vorhandene Standardsoftware für Auftrag, Fakturierung und Einkauf sollte über Software-Schnittstellen mit dem neuen Lagersystem verbunden werden.

  Zielvereinbarungen

Das Ziel des Projektes war es, den Materialfluss von der Bestellung bis zum Einsatz in der Produktion über ein eigenständiges Software-Modul abzubilden. Bestelldaten mussten über eine Schnittstelle importiert werden. Wareneingänge und Materialverbräuche waren zu buchen und als Ist-Daten an eine Standard-Software zu exportieren.
Alle anfallenden Buchungen sollten mit geringstem Aufwand durchzuführen sein und die bisherige manuelle Bestandsführung deutlich vereinfachen. Die neue Lagerorganisation musste die chaotische Einlagerung beherrschen, die Wege der Materialbewegungen aber trotzdem verkürzen. Alle Informationen über aktuelle Lagerbestände sollten in Echtzeit zur Verfügung stehen.
 

  Die Lösungsidee

Die größte Herausforderung bestand für uns in der lückenlosen Buchung der großen Materialmengen innerhalb kürzester Zeit. Zählungen und Analysen ergaben einen Wert von bis zu 25 Einzelbuchungen pro Stunde, die von jedem Mitarbeiter des Lagers zusätzlich bewältigt werden mussten. Um jederzeit verlässliche Bestandszahlen zu erhalten, war zudem eine zeitnahe Buchung aller Bewegungen unbedingt erforderlich.
Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns für den Einsatz mobiler Handgeräte mit ständiger Funkverbindung zum Lagerrechner. Mit diesen Geräten werden alle Buchungen direkt und ohne zeitliche Verzögerung in der Lager-Datenbank durchgeführt.
Darüberhinaus wurden alle Lagerplätze und Artikel mit Barcodes versehen, die über die integrierten Laser-Scanner eingelesen werden können. Das minimiert den Aufwand für den Bearbeiter und schließt falsche Eingaben aus.
 

  Mobile Datenerfassung

Die Nexus-Lagerverwaltung stellt umfangreiche Funktionen zur Buchung von Lagerbewegungen bereit. Diese Funktionen wurden nun auch auf den Handgeräten zur Verfügung gestellt.
Gerade im schnellen und nicht selten hektischen Arbeitseinsatz kommt es darauf an, dass die mobilen Stationen einfach, übersichtlich und mit hoher Fehlertoleranz zu bedienen sind. Wichtige Funktionen müssen auf Tastendruck sofort zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass die Bediener durch ihre vollkommen unterschiedlichen Aufgaben in Kommissionierung, Einlagerung, Wareneingang und Qualitätskontrolle auch unterschiedliche Anforderungen an Programmfunktionen und Menüstrukturen stellen.
Hierzu haben wir ein Bedienkonzept entwickelt, das sich den Bedürfnissen optimal anpasst. Jeder Mitarbeiter erhält sein individuelles Menüsystem mit genau den Funktionen zugewiesen, die er zur Abwicklung seiner Aufgaben benötigt und die sich in der Praxis bewährt hat. Die einfache Eingabe von Artikelnummern durch Barcode-Scans und Plausibilitätsprüfungen leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zur allgemeinen Akzeptanz des Systems.
 

  Lagerverwaltung

Mit der Anbindung der mobilen Handgeräte und der Programmierung der Schnittstellen konnte das gesamte Projekt innerhalb weniger Wochen realisiert werden.
Die in diesem Projekt außerdem eingesetzten Komponenten der Nexus Lagerverwaltung auf einen Blick:
  • Kommissionierung
    • Kommissionieraufträge für einzelne Kostenstellen oder Aufträge
    • Vorgabe von Entnahme-Lagerorten und Wegeoptimierung
    • Ausdruck von Barcodes für schnellere Fertigmeldung
       
  • Wareneingang und Einlagerung
    • Unterstützung von Wareneingangs-Kontrolle und Sperrlager
    • Anzeige und Auswahl freier Lagerplätze
       
  • Inventur
    • Stichtags-Inventur
    • permanente Inventur
       
  • Statistiken
    • Lagerreichweite
    • Umschlagshäufigkeit
    • Bestandslisten, etc.